Wettbewerbsverzehrung
Die aktuellen Zahlen zur Baukonjunktur von Statistik Austria sind da. Demnach verfestigt sich die negative Entwicklung.
Weniger, weniger...
Die Bauproduktion liegt im Hochbau von Jänner bis Juli real um minus 3,9 Prozent hinter Vorjahr, der Tiefbau um minus 10 Prozent.
Auch in den Bauhandwerken sieht es im Vergleich zum Vorjahr nicht besser aus: Elektroinstallationen minus 1,7 Prozent, Innenausbau minus 8,2 Prozent sowie Dachdecker und Zimmerer minus 10,7 Prozent. Installateure, Lüftungs- und Klimatechniker liegen bis Juli auf Vorjahresniveau.
Einzig die Bautischler und Schlosser sowie die Bodenleger legen kräftig zu. Erstere profitieren vom geförderten Fensteraustausch - Stichwort: Thermische Gebäudesanierung. Bei Zweiteren fehlt mir eine schlüssige Erklärung...
Leere Auftragsbücher
Wie auch immer, mit einer schrumpfenden Nachfrage wird sich der Bausektor noch eine ganze Weile herumschlagen müssen. Denn auch die Auftragseingänge hinken kräftig nach. Insgesamt liegt der Auftrageingang in den ersten sieben Monaten um real minus 7,9 Prozent hinter dem Vorjahr. Im Hochbau sind es real minus 4,2 Prozent. Tiefbau um fast minus 13 Prozent.
In den einzelnen Gewerken ist die Situation in der Tat besorgniserregend: Elektroinstallationen minus 15,7 Prozent bei den Auftragseingängen, Innenausbau minus 10,3 Prozent, Dachbau minus 13 Prozent sowie Maler und Glaserer -8,2% geg. VJ.
Fördern aber richtig
Insofern sollte bei weiteren Förderpakten zur thermischen Gebäudesanierung geprüft werden, ob der Fördergegenstand nicht ausgeweitet werden kann. Denn es sollte doch nicht so weit kommen, dass die Förderung den Wettbewerb verzerrt.