01.03.2010 06:06
Bauprojekte
Bulgarien und Rumänien wollen weiter Geld für Donaubrücke
Die zweite Donaubrücke zwischen Bulgarien und Rumänien sollte heuer fertig werden, doch der Bau verzögert sich weiter. Beide Staaten fürchten nun um über 200 Millionen Euro von der EU - und ersuchen um eine Verlängerung.
Um die EU-Finanzierung über 200 Millionen Euro für eine neue Donaubrücke nicht zu verlieren, haben Bulgarien und Rumänien Brüssel um eine Verlängerung des Projekts ersucht.
Das geht aus einer bilateralen Erklärung hervor. Sie wurde während eines Besuchs des rumänischen Regierungschefs Emil Boc in Sofia publik gemacht.
Größtes Projekt des Stabilitätspakts
Bulgarien habe im Staatshaushalt kein Geld für die Brücke, sagte Ministerpräsident Bojko Borissow. Er sprach mit Boc über die Beschleunigung der verzögerten Bauarbeiten. Die neue Brücke hätte nach ursprünglicher Planung in diesem Jahr fertig sein sollen.
Die erst zweite Donaubrücke auf dem 600 km langen bulgarisch-rumänischen Flussabschnitt ist in Bulgarien das größte Projekt des Stabilitätspaktes für den Aufbau Südosteuropas. Sie wird die westbulgarische Stadt Widin mit Calafat in Rumänien verbinden.
Ein 15 Jahre alter Streit
Der erste Spatenstich auf der bulgarischen Seite machte noch der sozialistische Ex-Regierungschef Sergej Stanischew im Mai 2007. Die Brücke war vor 15 Jahren angeregt und schon damals wegen eines bulgarisch-rumänischen Streits über ihren Standort verzögert worden.
Die einzige Brücke zwischen beide EU-Staaten liegt jetzt im Osten der gemeinsamen Flussgrenze bei Russe in Bulgarien bzw. Giurgiu in Rumänien. (APA/pm)







