SOLID
24.08.2010 08:16

Marktbeobachtung

Alpine-Chef - Ende der Schwarzarbeit würde Budget sanieren

Dietmar Aluta-Oltyan hat in einem Interview auf die enormen Schäden der Schwarzarbeit hingewiesen. Bekäme man in Österreich die Schwarzarbeit n den Griff, wären neue Steuern überflüssig, so der Aufsichtsratschef des Baukonzerns Alpine.

Gelänge es, die Schwarzarbeit in Österreich in den Griff zu bekommen, dann bräuchte es für die Budgetkonsolidierung keine neuen Steuern. Dies sagt der Aufsichtsratschef des Baukonzerns Alpine, Dietmar Aluta-Oltyan, im Interview mit den "Salzburger Nachrichten".

"In der Bauwirtschaft dürften rund 20 Milliarden Euro schwarz erwirtschaftet werden", schätzt er. Die Politik müsste die Mehrwertsteuer und die Lohnnebenkosten senken, "dann wird der Anreiz zur Schwarzarbeit geringer", so Aluta-Oltyan.


Den Tiefpunkt der rückläufigen heimischen Baubranche erwartet der Bauunternehmer erst für nächstes oder übernächstes Jahr. Auf Basis der Auftragseingänge habe Alpine kein Problem, sondern vielmehr den bisher höchsten Auftragsstand der Geschichte in Höhe von 3,5 Milliarden Euro. Aufgrund der Langfristigkeit der Aufträge hinge der Sektor aber immer zwei bis drei Jahre hinter der aktuellen Entwicklung nach.

Margen und Preise am Bau seien massiv unter Druck

Die Margen und die Preise seien "gewaltig unter Druck". Selbst Unternehmen wie Bilfinger Berger würden sich aus dem direkten Baugeschäft verabschieden und sich mehr und mehr in Richtung Dienstleistung bewegen.

Alpine selbst sei es gelungen, die Nettoverschuldung in den Griff zu bekommen, sagt der Miteigentümer des Baukonzerns: "Wir haben keine Liquiditätsprobleme." Das sei wesentlicher als die Frage, ob es 15 oder 20 Millionen mehr oder weniger Gewinn gebe. 2009 musste auch der Baukonzern Alpine Federn lassen: Der Gewinn hat sich auf 16 Millionen Euro halbiert. (APA/pm)

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