SOLID
11.09.2012 13:14

Standort

Wie hoch fliegt Österreich?

Wussten Sie, dass der Sparmeister der Alpenrepublik Burgenland heißt? Dass Bregenz eine der internationalsten Städte Österreichs ist? Oder dass die Wiener Industrie fast zehnmal so stark wächst wie jene in Kärnten?

Standort-Story IM September 2012 Falkner
© Fotolia

Standort-Story IM September 2012 Falkner
© Fotolia

Standort-Story IM September 2012
© Gernot Reisigl

Divers: Die Wirtschaftsstruktur der Alpenrepublik.
So wichtig ist die Industrie in den Bundesländern.
(Anteile in Prozent, gereiht nach Größe der Sachgütererzeugung)
Quelle: Statistik Austria

 

Seit dem deutschen Wirtschaftswunder-Kanzler Ludwig Erhard wissen wir, dass Wirtschaft zu 50 Prozent aus Psychologie besteht. Auch in Österreich lernt jeder neue Wirtschaftslandesrat und jeder Landesfürst sehr schnell das verbale Jonglieren mit Zahlen und Kennziffern, um je nach Zweck sein Land in ein bestimmtes Licht zu rücken. Mal soll es glänzen, mal eine Bedrohung für den Standort förmlich greifbar werden. Indikatoren finden sich immer.

Wirtschaftsforschungsinstitute, Industriellenvereinigung, Kammern, Verbände, Banken, natürlich die Statistik Austria und in zunehmendem Maße Markt- und Meinungsforscher produzieren Datensätze in Serie. Untereinander oft nur schlecht oder gar nicht zu vergleichen, bleibt viel Interpretationsspielraum. Weil von der Momentaufnahme bis zur Veröffentlichung oft einige Zeit verstreicht, können die erhobenen Werte deutlich von der kollektiven Wahrnehmung abweichen.

So ist beispielsweise Reinhard Iro, Obmann der Industriesparte der Kärntner Wirtschaftskammer, von den positiven Ergebnissen der jüngsten Konjunkturumfrage in seinem Bundesland „überrascht“. Den Geschäftsgang in den kommenden Monaten sähen Kärntens Industriebosse rosiger als erwartet: „Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind noch besser als jene aus dem Inland“, zieht Iro Halbjahresbilanz.

Struktur zählt


Aussagen dieser Art heben die Stimmung. Gut für die Psyche, wenn die Medien vor lauter Rettungsschirmen das Armageddon verkünden. „Die Konjunktur in den Bundesländern ist immer sehr stark von der jeweiligen Struktur geprägt“, relativiert Walter Pudschedl. Er analysiert sie kontinuierlich für die Bank Austria und verweist auf die äußeren, sprich internationalen Rahmenbedingungen: „Im Vorjahr haben einige Bundesländer von der guten Aufwärtsentwicklung – 7 Prozent in der Industrie! – profitiert, zum Beispiel die Steiermark durch ihre Autozulieferer.“

Hier geht´s weiter

Mehrseitiger Artikel
Wie hoch fliegt Österreich?
skyscraper,rectangle_300_250,banner_234,banner_468,widget_200_100,widget_200_200
group=3018,service_id=3